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  • »Jack« – über die Einsamkeit

    By Dorothea Holloway | October 17, 2014

    Ein Höhepunkt der Berlinale 2014 kommt in die Kinos: Jack von Edward Berger.

    Jack, etwa 10 Jahre alt und bewundernswert verkörpert von Ivo Pietzcker und sein jüngerer Bruder Manuel (Georg Arms) halten brüderlich zusammen, wie es erfreulicher nicht sein könnte. Das ist auch bitter notwendig, denn ihre junge Mutter Sanna (Luise Heyer: überzeugend und sympathisch), hat einfach noch keine “mütterliche” Verantwortung und verlässt die Wohnung nach Lust und Laune. Hat Berger da nicht ein Problem unserer Zeit berührt? Es gibt keine Familien mehr. Wo ist der Vater? Jack und Manuel bleiben nicht in der verlassenen Wohnung; sie suchen die Mutter in der normalen Großstadt, in der die Erwachsenen “ihrer Arbeit nach gehen” und keinen Blick für den Mitmenschen haben und für verlassene Kinder schon gar nicht. Alles stimmt an dem Beitrag der Berlinale: Kamera, Ton – hingehen!

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    Goldene Henne 2014

    By Dorothea Holloway | October 16, 2014

    Live aus der Messehalle in Leipzig kam am 10. Oktober die Verleihung der Goldenen Henne 2014.

    Zur Preisvergabe in der Kategorie “Stille Helden” an Kathrin Behr sprach die wunderbare Sängerin und Schauspielerin Katrin Sass, die in WEISSENSEE (Regie Friedemann Fromm) zum großartigen Ensemble gehört.

    Kathrin Behr hat eine Selbsthilfegruppe gegründet, die sich um Menschen kümmert, die noch immer darunter leiden, dass sie zwangsadoptiert wurden. Vor allem geht es Behr darum, dafür zu sorgen, dass dieses tragische Geschehen aus der DDR kein Tabu mehr ist.

    Der “Gigant” der Deutschen Musikszene Roland Kaiser erhielt seine Goldene Henne aus den Händen von Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Mit einem bewegenden Nachwort wurde an Udo Reiter erinnert, und das letzte Wort hatte Kurt Masur: “Lasst uns die Schöpfung lieben.”

    Am Sonntag, den 12. Oktober wurde vom RBB die “Goldene Henne 2014″ wiederholt, kenntnisreich und liebenswürdig moderiert von Kai Pflaume.

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    Oktoberdruck

    By Dorothea Holloway | October 13, 2014

    Am 10. September 2014 wurde ich vom Oktoberdruck-Team für den 7. Oktober 2014 eingeladen zum OKTOBER IM OKTOBER: “Anlass ist die Neugestaltung und Vorstellung unserer Internetseite und damit verbunden die Gelegenheit zum Austausch über Erwartungen und Ideen in der Kommunikation. Im Anschluss folgt wie immer ein Imbiss und Geselligkeit.”

    Seit 1981 sind Ronald und Dorothea Holloway als Publisher/Editor von KINO – German-Film Kunde beim Oktoberdruck. Wir sind die ältesten Kunden:

    October 1979: The first issue of KINO – German Film was respectfully delicated to Lotte Eisner. 1980: KINO – German Film No: 2, Cleveland Issue and KINO – German Film No: 3, London – Los Angeles were supported by Filmförderungsanstalt Berlin. 1981: KINO – German Film No: 4, Berolina Issue: German Film & History was printed by oktober druck. 2014: KINO – German Film No: 106, was printed by OKTOBERDRURK AG, Berlin – www.oktoberdruck. de

    103 issues of KINO – German Film were printed by the wonderful team of Oktoberdruck AG, Rudolfstraße 1-8, 10245 Berlin, Tel: 030-69 53 86-0

    Special thanks to Regina Ziegler for supporting KINO – German Film and preserving the memory of Ron Holloway. – Dorothea Holloway

    Back cover photo KINO – German Film No:2, Cleveland Issue in Spring 1980 was showing Volker Schloendorff’s The Tin Drum and Ron Holloway wrote in this issue:

    Today, with the breakthrough of Maria Braun and the impressive showings
    elsewhere of The Tin Drum, Nosferatu, and Our Hitler, the German film is being hailed as “the best in Europe” by America’s leading producer-director, Francis Ford Coppola, who also laconically admits that Herzog’s Aguirre preceded his own Apocalypse Now. Herzog’s Fitzcarraldo, Wender’s Hammett, and Syberberg’s Parsifal are entwined with Coppola’s future as New German Cinema was inseparable from Dan Talbot in the past. All this – in spite of a failure to conquer the East Side, Schloendorff’s Drum can be heard in the distance. – RH

    Anmerkung: First Issue of KINO – German Film in October 1979 was also supported by FFA – Federal Film Board of Germany. Front Cover since 1979 : John Taylor.

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    Zum Tode von Siegfried Lenz

    By Dorothea Holloway | October 10, 2014

    Siegfried Lenz – 1988 Peace Prize at the German Book Fair in Frankfurt by Ronald Holloway in KINO –German Film, No: 30 (1988):

    Of the three authors – Heinrich Böll, Günter Grass, and Siegfried Lenz – who have left an indelible stamp on postwar German literature, Siegfried Lenz was the last to be singled out for high literary honors: the prestigious Frankfurt Peace Prize awarded annually at the city’s German Book Fair. A humanist who adheres to the classical tradition in his writings, he is respected for his compassion, tolerance, and personal moral code. He is able to treat those tired but still effective concepts of freedom, sense of duty, and challenge of responsibility as though these options were placed before the individual today for reflection and decision. And due to his polished narrative skills, Lenz’s novels and stories have been regularly adapted to German television. The editors of KINO were pleased to recommend Volker Vogeler’s adaptation of his “Ein Kriegsende – An End to the War” in our No: 18 issue (Spring 1985), written directly for television and narrated by the author himself.

    Shot in documentary black-and-white tones, it received the Silver Prize of the DAG (Deutsche Angestellten Gewerkschaft) Jury. Lenz’s best known novels, “Deutschstunde” (German Lesson – 1968) and “Heimatmuseum” (The Heritage – 1978), were both adapted as tv-serials. […] Yonahan Meroz, a personal friend and Israeli diplomat (ambassador to Bonn between 1974 and 1981), addressed himself to the note of tolerance in Siegfried Lenz’s works and the freedom that is achieved first “in an internal state of mind”. Lenz himself underscored in his highly praised and critical acceptance speech in Frankfurt the multiple examples of violence against humanity and his fellow-writers along with the importance of freedom of speech to safeguard peace in the world. As a man of tolerance, he might be classified as an optimist – yet it is through writers like
    Siegfried Lenz that Germany can speak with Germany again.

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    Theodor Storm zum Tag der Deutschen Einheit

    By Dorothea Holloway | October 7, 2014

    In der Kirche zu Stülpe bei Luckenwalde gab es am 3. Oktober um 17 Uhr einen Theodor-Storm-Nachmittag.

    Es wurden Gedichte und aus der Novelle Späte Rosen von Storm gelesen. Ganz besonders beeindruckend waren die Musiker – Organistin Hannah-Maria Hüttner (Orgel) und Mathias Dreßler (Trompete). Sie machten den “Storm-Nachmittag” zum unvergesslichen Erlebnis. Die Begrüßung und das Schlusswort zum Leben und Werk des Novellisten und Lyrikers aus dem Norden sprach Pfarrer i. R. Dr. Flach.

    Das barocke Dorfkirchlein war gut besucht. Seit etwa 2002 gibt es diese so wunderbaren, kulturellen Veranstaltungen, die wohl mal im Rahmen der “Dorfkirchen-Sommer” 2002 in Brandenburg begonnen haben.

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    Tod vor Lampedusa

    By Dorothea Holloway | October 6, 2014

    Am 6. Oktober wird im SWR um 22:45 mit Tod vor Lampedusa ein Film gezeigt werden, der von der Tragödie berichtet, die in der Nacht zum 4. Oktober 2013 380 Menschen das Leben kostete.

    Vor der italienischen Insel Lampedusa – ein winziges Eiland zwischen Afrika und Italien – kenterte ein Boot mit 540 Flüchtlingen, die in Europa auf ein Leben in Sicherheit und Würde hofften. Natalie Amiri und Ellen Trapp haben für Die Story im Ersten Menschen getroffen, die die Flüchtlingskatastrophe überlebt haben und haben Fragen gestellt. Warum haben sich die Menschen in die überfüllten Flüchtlingsboote gedrängt?

    Am Freitag war auf Lampedusa eine Gedenkveranstaltung für die Toten der Tragödie. Gestern im Presseclub de ARD, Sonntag, den 5. Oktober, hieß das Thema:”Unherzlich willkommen? Wie die Deutschen mit Flüchtlingen umgehen.” Zum Gespräch eingeladen war auch Ellen Trapp.

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    Mall of Berlin – Einkaufen in Berlin!

    By Dorothea Holloway | September 30, 2014

    Am 25. September wurde mit Musik und Feuerwerk die MALL OF BERLIN eröffnet.

    Siehe dazu Jens Bisky in der Süddeutschen Zeitung vom 26. September. In dem Berliner Einkaufszentrum gibt es 270 Geschäfte. In Kürze will ich mir die neue “Prächtigkeit” in Ruhe ansehen, denn mir wurde berichtet, dass es keinen einzigen Buchladen in der Mall gibt! Zu empfehlen ist ebenfalls Der Tagesspiegel vom 27. September, um Markus Ehrenburg zu lesen.

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    »We shall overcome.« 8. Dean-Reed-Treffen in Berlin

    By Dorothea Holloway | September 29, 2014

    Dean Reed war Sänger, Schauspieler und Friedensaktivist, geboren 1938 in Denver, Colorado, gestorben 1986.

    Wenn die Namen Elvis Presley und Frank Sinatra genannt werden, gehört Dean Reed durchaus dazu. Mit seiner Gitarre singt und kämpft Dean Reed für den Weltfrieden in Chile, Brasilien, Argentinien und wird nach Moskau eingeladen. “Johnny Cash des Kommunismus” nennt ihn die New York Times. Bei einem Weltfriedenskongress in Europa bringt Dean Reed einen Saal voller Delegierter dazu, gemeinsam zu singen “We shall overcome!”

    Das Treffen der Freude, Weggefährten und Kollegen am 20. September in Berlin war bewegend – unter ihnen F.-B. Habel. Siehe: KINO – German Film No: 64/65 (1997) Special Issue – East German Film. Weitere Hinweise gibt es unter der Dean-Reed-Website.

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    Ein Herbst mit Pasolini in Berlin

    By Dorothea Holloway | September 25, 2014

    Im Arsenal gibt es im September und Oktober eine bewundernswert umfassende Retrospektive für Pier Paolo Pasolini (1922-1975).

    Die Einführungen zu den Filmen vom Arsenal-Team könnten nicht besser sein, Beispiel:

    Pier Paolo Pasolini gehört zu den vielseitigsten, einflussreichsten und radikalsten Künstlern und Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Seine Filme, Romane und Essays haben im Nachkriegseuropa Zäsuren und Maßstäbe gesetzt, provoziert und polarisiert …

    Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Berlin, Luce Cinecitta, dem Centro Studi - Archivio Pier Paolo Pasolini / Cineteca Bologna, Minerva Pictures und dem Martin-Gropius-Bau.

    PASOLINI ROMA, Martin-Gropius-Bau, Berlin, vom 11. September bis 5. Januar 2015. In der Zeitschrift MONOPOL – Magazin für Kunst und Leben ist eine empfehlenswerte Preview erschienen, Titel: Auf Liebe und Tod: Pasolini und Rom sind in Berlin eng umschlungen. Autor: Jens Hinrichsen.

    Aus BEYOND THE IMAGE – Approaches to the Religious Dimension in the Cinema:

    Pasolini’s The Gospel According to St. Matthew (1963-1964) approaches the Christ figure as myth, on the grounds that such is the faith of the population of southern Italy (where the film was made and for whom it was directed). Far from interpreting the gospel message, the poor southern Italian looks upon Christ as a legendary, heroic figure, the archetype of the good man who suffers and dies for the ideals. Pasolini worked within the frame of the Christian mythos, retaining the freedom to channel the social and revolutionary elements of Matthew’s gospel into a demonstration against church authorities. As a Marxist, existentialist and atheist, he is concerned with the Christian mythos as the foundation of experience. The Christian faith itself is bypassed. – Ronald Holloway.

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    Das Leben ist ein Gespräch

    By Dorothea Holloway | September 22, 2014

    Sonntag, den 21.September 2014: Akademie der Künste Hanseatenweg – Gespräch 11 Uhr im Studio. Fünf Jahrzehnte zeitgenössisches Theater. Archiveröffnung Schaubühne.

    Ein vollkommener gelungener, informativer Sonntag Vormittag! Die Moderation hatte Gerhard Jörder, der seinen Gesprächspartnern so kenntnisreiche und vernünftige Fragen stellte. Er begann mit Jürgen Schitthelm (Gesellschafter Schaubühne am Lehniner Platz), der vom Studententheater kam und zu den Gründern der Schaubühne gehört (1962). Es war ein großes Vergnügen, Tina Engel zuzuhören, die 24 Jahre an der Schaubühne war und seit 2001 auch Regie führt. Auf die Frage, was sich seit “damals” geändert hat, antwortet Tina Engel:”Wir hatten Z E I T und R A U M ! “Steinzeit.” – Die “gute Zeit” hat auch Sabine Ganz miterlebt. Sie begann zu Anfang der 1970er Jahre das Archiv aufzubauen und hat es auch lange geleitet.

    Aus KINO – German Film (October 1979):

    Although Peter Stein with the Schaubühne am Halleschen Ufer in West Berlin has made two films on his own theatre productions, he is not considered a filmmaker and these adaptations seldom reach international festivals save as side- attractions. Nevertheless, Summer Guests and Trilogie des Wiedersehens are filmic adaptations, not filmed theatre, and the ensemble has produced many noted actors in the New German Cinema movement: Bruno Ganz, Edith Clever, Angela Winkler. In addition, Gorky’s play, Summer Guests, was originally “rewritten” as a screenplay for the ensemble,
    then changed back into a stage production on a kind of movie set, and finally filmed in its theatre version. The dramatist-scriptwriter, Botho Strauss, on the project used the experience to conceive Trilogie des Wiedersehens as a wedding of the two related but opposing artistic forms. Peter Stein produced this social comedy about an Art Society in the provinces congregating for a special preview of its new exhibition, then filmed it on a reconstructed set. Summer Guests, 1975 and Trilogy of Farewell, 1979 are Regina Ziegler Productions. – Ronald Holloway

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