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  • Jinran Kim – After the Rain

    By Dorothea Holloway | June 29, 2015

    Unvergessliche Vernissage mit Bildern von Jinran Kim am 26. Juni in der St. Matthäus-Kirche. Jinran Kim kommt aus Korea und lebt seit 1994 in Berlin.

    “After the Rain” sind ihre jüngsten Arbeiten genannt und beziehen sich auf ein Werk von Max Ernst (1891-1976) “Europe after the Rain II”. Es gibt keine Menschen auf den beeindruckenden Bildern, es gibt nur Landschaft nach dem Bombenabwurf, erschreckende Nachkriegsverwüstung in Berlin.
    Ich habe noch nie eine so fabelhafte Einführung erlebt, wie durch Cornelia Wieg, die mir das so
    einmalige Werk von Jinran Kim näher brachte. Mit Erlaubnis von Cornelia Wieg darf ich aus der Einführung zitieren:

    So war es diese Spur der gefallenen Mauer, die sie (Jinran Kim) nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich in das Wesen der Stadt Berlin führte […]. Und schließlich: auch Korea ist ein geteiltes Land und kaum läßt sich erahnen, was jenseits der Propagandabilder aus Nordkorea dort wirklich vorgeht. […] Ist das Schweigen in dem abendländischen Bild das des Todes, so ist das asiatische Schweigen das des inneren Lebens. […] Jinran hat in ihrer Serie von Zeichnungen, in den “Trümmerfrauen”, gleichsam zarte Helferinnen gesandt, auch sie sind wie eine homöopathische Dosis heilender Kräfte.

    Jinran Kim – »After the Rain«
    St. Matthäus-Kirche, Matthäikirchplatz, 10785 Berlin
    27. Juni bis 11. Oktober 2015 · Di bis So 11-18 Uhr, Eintritt frei

    Cornelia Wieg ist Kustodin der Stiftung Moritzburg Halle (Saale), Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt. Bei der Vernissage war Jinran Kin anwesend.

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    Hommage an Joe Hembus

    By admin | June 23, 2015

    Aus Anlass seines 30. Todestages ehrt das diesjährige FilmFest München Joe Hembus mit zwei Terminen:

    In einer Diskussion von alten und jungen Filmemachern wird untersucht, wie aktuell die Thesen von Der Deutsche Film kann gar nicht besser sein immer noch sind. Kann ein Buch mit 55 Jahren noch Bestand haben? Und wenn, was sagt das über den deutschen Film aus?

    Zu einem Wiedersehen mit Joe kommt es bei der Vorführung des Films Der Platzanweiser. In dieser Mockumentary von 1982 werden Weggefährten eines fiktiven Filmemacher nach dessen Leben befragt. Und wie alle anderen Interviewpartner erzählt auch Joe mehr über sein eigenes Leben als über den rätselhaften Werdegang des mysteriösen Platzanweisers.

    Begleitend zu diesen beiden Terminen läuft vor dem Kinosaal des Filmmuseums eine kleine Ausstellung über Joe Hembus mit Photos aus dessen Privatarchiv.

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    Die Kinder von Golzow

    By Dorothea Holloway | June 22, 2015

    Die Kinder von Golzow von Barbara und Winfried Junge ist die älteste Langzeitbeobachtung des internationalen Films.

    Und ähnlich lange schreiben wir bei KINO – German Film schon über dieses unvergleichliche Filmexperiment – aus No: 49 (1993):

    Drehbuch: Die Zeiten – Screenplay: The Times
    Three Decades with the Chlldren of Golzow and the DEFA Documentary Studio. A Film about a Film by Barbara and Winfried Junge. Credits: Documentary, Germany 1961-1992. Journal-Film Klaus Volkenborn KG, DOKFILM Gesellschaft für Film-, Video- und Fernsehproduktion mbH. Based on an idea by Karl Gass. Screenplay: Barbara and Winfried Junge. Director: Winfried Junge. Camera: Hans-Eberhard Leupold, Harald Klix, others. Editor: Barbara Junge. World-premiere: International Forum of Young Cinema, Berlinale, 14. February 1993. The chronicle of the children of Golzow is the story about people who, in the year 1961, began their school years together. The project was begun a few days after the building of the Berlin Wall in Golzow (Oderbruch) in the GDR area of Frankfurt (Oder), and has not yet reached its end. Up to now, nine films were made. THIS IS A MUST!

    Nachsatz: 22 Jahre später. Es ist Juli 2015. Aus kleineren, ländlichen Orten ziehen die Bewohner jetzt öfter weg in größere Städte. So war es auch in Golzow. Es gab bald nicht mehr genug Schulkinder, um eine eigene Schule für “Die Kinder von Golzow” zu erhalten. Es kam die Rettung. Zwei Familien mit Kindern aus Syrien – die sicher bleiben können – zogen nach Golzow. Es könnte also weiter gehen mit Die Kinder von Golzow.

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    Wer Wind erntet, sät Sturm

    By Dorothea Holloway | June 17, 2015

    Selten so überzeugende Darsteller erlebt! Am Sonntag kam der tatort aus Bremen, von dem ich immer etwas Gelungenes erwarte und nicht enttäuscht wurde.

    Ich bin kein “Krimi-Fan”,allerdings ein »Jürgen-Roland-Verehrer« und versäume, wenn’s geht, keinen tatort aus der Hansestadt Bremen. Am Sonntag ging es um die Energiewende, wo Tiere für die Energiewende zu Tode kommen. Besonders bei Nacht, wenn die Windräder in der Nordsee beleuchtet sind, fliegen Vögel und Fledermäuse auf das Licht zu und werden vom Rotor geschreddert.

    Wer Wind erntet, sät Sturm (Regie: Florian Baxmeyer) berichtet jedoch auch, dass Windräder und Leuchttürme für die Vögel ebenfalls bei Tage zu Tötungsmaschinen werden können. Mein Bruder Dieter, ein Ornithologe – er lebte lange Zeit auf der Vogelwarte Helgoland – hat mir alles bestätigt! Lesenswert dazu im Berliner Tagesspiegel vom 16. Juni 2015: Vogelfallen auf hoher See.

    Ein sehr wichtiger, ernster tatort mit ausschließlich fabelhaften Interpreten besetzt. Auch Sound und Kamera sind meisterlich.

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    Retrospektive Radu Gabrea

    By Dorothea Holloway | June 15, 2015

    Ron Holloway in KINO – German Film No: 51 (1992) über Rosen-Emil (1993) von Radu Gabrea mit Werner Stocker, Dana Vavrova:

    Based on Georg Hermann’s turn-of-the-century novel, Radu Gabrea’s Rosen-Emil is about the soft underbelly of Berlin society just when this city was beginning to flex its muscles as a world capital – the milieu of the smalltime thief and gangster, of the con-man and gambler, of the floozy on the street and the harlot in the salons. The same milieu served Bertholt Brecht well as background for The Threepenny Opera. Rosen-Emil (Werner Stocker ) can charm many a lass right on the spot. But the one he loses his heart to is Lissy (Dana Vavrova ), also known as “Polen-Liese” and the uncrowned beauty of the girls of the night.

    In der Radu-Gabrea-Retrospektive des filmkunst 66 wurde in Kooperation mit der laufenden Fassbinder-Ausstellung im Walter-Gropius-Bau Ein Mann wie Eva (1984) mit Eva Mattes, Lisa Kreuzer, Werner Stocker, Charles Regnier gezeigt – Kamera: Horst Schier, Screenplay: Gabrea und Laurens Straub – Straub ist auch Executive Producer. Radu und Ron waren befreundet.

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    Radu Gabrea Retrospektive – 8. bis 12. Juni 2015 im filmkunst 66

    By Dorothea Holloway | June 11, 2015

    Es gibt immer etwas Besonderes zu sehen, wenn man – eingeladen von Tanja und Regina Ziegler – zu Gast ist im filmkunst 66.

    Am Montag, dem 8. Juni gab es, in Anwesenheit von Radu Gabrea und der Schauspielerin Victoria Cocias, Eine Liebesgeschichte, Lindenfeld (2013). Es ist eine zu Herzen gehende Geschichte, die 1945 im Banat beginnt. In der so sehenswerten Retrospektive – in Kooperation mit dem Rumänischem Kulturinstitut Berlin – wird auch Rosenemil (1993) gezeigt. Ronald Holloway hat die Filme von Radu Gabrea sehr gemocht. Hier ein Zitat von Ron aus KINO – German Film No: 51 (1992):

    Under Radu Gabrea’s direction, Berlin of yore comes convincingly and magically to life. Sets, costumes, locations, music, historically mounted images – all blend into a delightful portrait. As seldom happens in today’s cinema, we are transported back in time –to “das wilhelminische Berlin um die Jahrhundertwende.” Just sit back, relax, and let nostalgia do the rest.

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    »Fassbinder – JETZT« in Berlin

    By Dorothea Holloway | June 4, 2015

    Das ARSENAL institut für film und videokunst e. V. – juni 15:

    Aus Anlass der Ausstellung Fassbinder – JETZT, die bis zum 23. August im Martin-Gropius-Bau zu sehen ist, zeigen wir bis Mitte August jeden Montag einen Film aus dem reichen OEuvre von Rainer Werner Fassbinder, der dieses Jahr 70 Jahre alt geworden wäre. Auch 33 Jahre nach seinem Tod geht von seinem Werk eine unverminderte Aktualität aus. Als Chronist der deutschen Geschichte und Gegenwart erforschte er die Strukturen, die Menschen andere unterdrücken lassen ebenso wie die emotionale Ausbeutung in intimen Beziehungen und ihre Abhängigkeit von ökonomischen Bedingungen.

    In KINO – German Film No:12 (Autumn 1983) schieb Ronald Holloway über RWF:

    He was the first of the New German Cinema directors to move back into the professional atmosphere of a film studio. This move marked the third,and last, phase in the career of Rainer Werner Fassbinder – once Germany’s most prolific filmmaker, and today the legendary figure in the NGC movement. Generally speaking, Rainer Werner Fassbinder’s career can be charted through three stylistic explosions:

    1965-1970 Antiteater Years: From Der Stadtstreicher to Pioniere in Ingolstadt
    1971-1975 Tango Productions: From Der Händler der vier Jahreszeiten to Angst vor der Angst
    1976-1982 Bavaria Atelier: From Ich will doch nur, dass ihr mich liebt to Querelle

    During each of these phases, Fassbinder worked in close association with favorite cameramen:

    1965-1970: Dietrich Lohmann, Michael Ballhaus
    1971-1975. Dietrich Lohmann, Michael Ballhaus, Jürgen Jürges
    1976-1982: Michael Ballhaus, Xaver Schwarzenberger

    By analyzing the director’s development during these periods, one can determine how RWF reached maturity-of-expression in his final years through a process of experimentation and questing self-motivation. International critics have acclaimed his Bavarian Atelier years as being his richest.

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    Meisterfilmemacher aus Deutschland

    By Dorothea Holloway | May 31, 2015

    In unserem ersten Ausgabe von KINO – German Film im Oktober 1979 konnte Ron über großartige Filmemacher schreiben. Über Werner Herzog, über Volker Schloendorff und über Rainer Werner Fassbinder.

    Und in KINO – German Film No: 2 (Spring 1980) schrieb Ron Holloway:

    Back at the 1978 Cannes Film Festival, the story goes, the prolific Fassbinder arrived officially with his English-language Despair in Competition, and unofficially with Maria Braun in his hip-pocket. The latter had just been completed and, for friends, was shown late one evening in a closed screening. Wolf Donner and others from the Berlin Film Festival realized at once that it was a winner, and he later requested that the film be held over nine months until the Berlin festival in February 1979. The official start of Maria Braun was thus in March 1979, together with Werner Herzog’s Nosferatu and only a few weeks before Schloendorff’s The Tin Drum. All three films burst from the gate at the same time. The Marriage of Maria Braun was not only an astonishing success in Germany following the Berlin festival (it was the Opening Night film there and won several prizes), but it also started the Toronto and New York festivals by drawing heavily in pre-sales at the box office. Then it was a runaway champion this season in the New York art houses – an amazing feat considering that the film was said to have been turned down by a dozen American distributors before Dan Talbot of New Yorker Films bought it.

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    Die Kinder von Golzow

    By Dorothea Holloway | May 26, 2015

    Winfried Junge und Karl Gass

    Winfried Junge und Karl Gass

    “Ein einzigartiger Meilenstein in der Filmgeschichte.” VarietyDie Kinder von Golzow von Barbara und Winfried Junge sind die älteste Langzeitbeobachtung des internationalen Films. Als Ron Holloway im Jahre 2009 in KINO – German Film No: 95 über Karl Gass (1917-2009 ) schrieb, konnten wir dazu das oben abgebildete Foto von Karl Gass und Winfried Junge abdrucken.

    Zitat von Ron aus KINO – German FilmNo: 95:

    Another feather in Karl Gass’s hat is Die Kinder von Golzow longterm documentary experiment. It all began on their first day of school in 1961, when young documentary filmmaker Winfried Junge, a student of Karl Gass, was asked by his mentor to accompany a school class in the town of Golzow near the Polish border. His only instruction was typical: “Take a camera team and accompany the children until their own children are old enough for school”. For the next 46 years, Winfried and Barbara Junge chronicled the life and time of Die Kinder von Golzow – the longest documentary chronicle in the history of the cinema.

    Der vollständige Filmzyklus (1961-2008) von Die Kinder von Golzow ist auf 18 DVD erhältlich.

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    Roman Polanski am 1. Mai 2015 in Krakau ausgezeichnet

    By Dorothea Holloway | May 22, 2015

    Für sein Lebenswerk (Rosemaries Baby, Der Pianist) erhielt Roman Polanski den Filmpreis Gegen den Strom. Das Filmfestival in Krakau – ich liebe diese Stadt – heißt “PKO Off Camera”.

    In seinem Buch O. is for Oberhausen – Weg zum Nachbarn schrieb Ronald Holloway 1979:

    POLANSKI, ROMAN. Poland/ France. Born in 1933 in Paris.
    His metier is the moral parable – the bizarre, surreal, grotesque, absurd theme suitable to the genre of the short feature. Beginning as an actor in film and theatre, Roman Polanski appeared in Andrzej Wajda’s Generation (1954) and then scored an international hit with Two Men and a Wardrobe (1958); it appeared at the same time as the heralded “black series” in Polish documentary and the Lenica-Borowczyk experimental films. Like many Polish filmmakers, Jan Lenica in particular, Polanski shares a respect for Beckett and recognizes the humorous side of the absurd and the surreal in his curious treatises on human behavior. The shorts reveal a narrow world of repression without pity and paved the way for his psychological, Hitchcockian thrillers upon leaving Poland. Other parables: When Angels Fall (1959 ) and Mammals (1963) in Poland, followed by a similar study of pent-up emotions and sexual tensions among a trio on a holiday boat in the feature Knife in the Water (1962), and then the short The Fat and the Lean (1963) in France.

    Aus: Unfrisierte Gedanken von Stanislaw Jerzy Lec, Lemberg 1909/Warschau 1966.
    “Gedankenlosigkeit tötet. Andere. – Einsamkeit, wie bist du übervölkert!” Aus dem Polnischen übersetzt von Karl Dedecius. In Warschau habe ich Stanislaw Jerzy Lec getroffen und ihm seine Gedanken in Deutsch zitiert. Seine freudige Antwort: “Jetzt bin ich wirklich ‘berühmt’.”

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