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  • »Bin ich schön?« von Doris Dörrie

    By Dorothea Holloway | September 1, 2014

    Am 19. August sah ich im ZDF von Doris Dörrie Glück aus dem Jahre 2012. Ich war angetan, ja, betroffen. Die Lebensleistung von Doris Dörrie bewundere ich von ganzem Herzen. Sie hat nicht nur großartige, preisgekrönte Filme geschaffen, sondern kann auch bemerkenswerte Novellen schreiben.

    An dieser Stelle möchte ich nun aus KINO – German Film No: 68 aus dem Jahre 1999 zitieren:

    Doris Dörrie is not only a well known filmmaker, but also a recognized storyteller whose tales deal in a most entertaining manner with the problems and situations of her contemporaries. From her books “Bin ich schön?” (Am I beautiful?) and “Für immer und ewig” (Forever and Ever) she has drawn the figures and motifs for a screen version. A new, exhilarating, intricately woven “world order” is formulated in “Am I beautiful?” Doris Dörrie’s people […] share one thing in common: they’re all “on the road” somewhere! […] Yet, with their contrasting destinies edited into a rhythmic whole, the film – much like Max Ophüls’s La Ronde (1950) – neatly broadens its focus to embrace the human condition. […] In the one recurring motif in the film we see an old man (Dietmar Schönherr) reverently carrying the ashes of his deceased wife with him across country to bury her under their favorite tree.

    Und aus KINO – German Film No: 91 (2008, als Ron noch Publisher war):

    BERLINALE COMPETITION: Doris Dörrie’s Kirschblüten – Hanami. Two Bavarian Film Prizes were awarded to Kirschblüten ( Cherry Blos-soms). The Producer Prize went to Molly von Fürstenberg und Harald Kügler, Olga Film. Elmar Wepper was awarded Best Actor in the role of Rudi. Doris Dörrie, author and film-maker, is featured in a cover story in the February 2008 edition of Chrismon.

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    »Irgendwo in Berlin« von Gerhard Lamprecht

    By Dorothea Holloway | August 30, 2014

    In der Stummfilmzeit gab es vor allem “Sozialfilme”, die oft auf der Straße spielten und dokumentarischen Charakter hatten. Es gelangen Sittenbilder aus dem Deutschland nach dem 1. Weltkrieg.

    So ein Nachkriegsdrama gelang dem Veteran der Stummfilmzeit Gerhard Lamprecht mit Irgendwo in Berlin (1946), der von Kindern erzählt, die in den Ruinen von Berlin mit Feuerwerkskörpern Krieg spielen. Ein Film, der in die Zeit passt? Irgendwo in Berlin wurde am Mittwoch, den 27. August im RBB Fernsehen gezeigt (Progress Film-Verleih). Von Gerhard Lamprecht ist auch die sehr erfolgreiche und beliebte Erich-Kästner-Verfilmung Emil und die Detektive.

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    »Morgengrauen« – ein Polizeiruf 110 aus München

    By Dorothea Holloway | August 27, 2014

    Für Kriminalfilme habe ich keine besondere Vorliebe – bin nicht für Mord und Todschlag. Wenn schon Alfred Hitchcock, den Ron verehrte.

    Jedoch am Sonntag, den 24. August bin ich im Ersten der ARD von Anfang bis Ende voll dran geblieben, vor allem wegen der grandiosen Schauspieler. In Morgengrauen (Buch und Regie Alexander Adolph) verliebt sich Kommissar Hanns von Meuffels bei der Polizei von München (Matthias Brandt) in Karen Wagner (Sandra Hüller), die junge Abteilungsleiterin einer JVA. Beide Schauspieler gestalten in diesem Drama, das weniger ein klassischer Krimi ist, ihre Figuren so überzeugend, dass man atemlos hinsieht und hinhört. Bravo, natürlich auch für die Regie. Dialoge, die überraschen, ein Zusammenspiel voller Nuancen, zwei Profis der Schauspielkunst.

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    »Go, Trabi, Go« von Peter Timm

    By Dorothea Holloway | August 22, 2014

    Mittwochabend, den 18. August lief im MDR die fabelhafte gemachte und gespielte Komödie Go, Trabi, Go (1991) von Peter Timm.

    Mit großem Vergnügen habe ich mir “Trabi Schorsch” noch mal angesehen, von dem Ron Holloway in KINO – German Film No. 42 (1991) sagte: “Go, Trabi, Go is a runaway box-office hit in East Germany.” Am liebsten möchte ich alles zitieren, was Ron damals schrieb und so begann:

    The best German film of the season, and by far the most entertaining, Peter Timm’s comedy Go, Trabi, Gois merry fun from the very moment the East German Trabant (”Trabi”) model automobile enters the picture. One way or another, you know this courageous little car is going to carry its passengers, the Struutz family from Bitterfeld near Leipzig, all the way to Naples in Italy – a holiday trip long desired by mother Rita and daughter Jacqueline, but most of all by father Udo, a German teacher for whom Goethe’s Italian Journey is both a bible and a tourist guide.

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    Wir sind die Neuen

    By Doreen Butze | August 19, 2014

    Eddi (Heiner Lauterbach), Johannes (Michael Wittenborn) und Anne (Gisela Schneeberger) grüssen die neuen Nachbarn, courtesy X Verleih

    Eddi (Heiner Lauterbach), Johannes (Michael Wittenborn) und Anne (Gisela Schneeberger) grüssen die neuen Nachbarn, courtesy X Verleih

    Seit 17. Juli 2014 läuft der von X Verleih vertriebene Film Wir sind die Neuen erfolgreich in den deutschen Kinos.

    In Ralf Westhoffs drittem Langfilm (Nach Shoppen und Der letzte schöne Herbsttag) dreht sich alles um den Kleinkrieg der Generationen, der in einem Münchner Mietshaus ausgebrochen ist. Wer feierwütige Studenten und gesetzte ältere Damen und Herren erwartet, wird hier überrascht. Denn Westhoff dreht den Spieß einfach um und spielt die ländläufigen gesellschaftlichen Vorurteile geschickt gegeneinander aus. Das dies außerdem noch ungemein locker und sehr unterhaltsam daher kommt, ist den gut aufgelegten Schauspielern, allen voran Giesela Schneeberger (bekannt aus zahlreichen Gerhard Polt Filmen) sowie den hervorragend geschriebenen und pointierten Dialogen zu verdanken.

    München ist ein teures Pflaster. Dies muss sich auch Anne (Giesela Schneeberger) eingestehen. Die ehemalige Biologin kann die Miete für ihre Wohnung nicht mehr aufbringen und so nimmt sie Kontakt zu ihren ehemaligen Mitkommilitonen, dem schüchternen Juristen Johannes (Michael Wittenborn) und dem schon etwas welken Womanizer Eddie (Heiner Lauerbach) auf, um mit ihnen wieder eine WG zu gründen, so wie früher zu ihren wilden Zeiten in den 70ern. Eine Wohnung ist bald gefunden, doch drei eifrige und übermotivierte Studenten Katharina (Claudia Eisinger), Barbara (Karoline Schuch) und Thorsten (Patrick Güldenberg) machen ihnen das Leben schwer.

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    Die Architekten

    By Dorothea Holloway | August 15, 2014

    Auf der Freilichtbühne Weißensee lief dieser Tage Peter Kahanes Die Architekten (DDR 1990, DEFA Studio für Spielfilme).

    Zusammen mit Thomas Knauf schrieb Kahane auch das Drehbuch für diesen großartigen Film. Ein sehenswertes Zeitdokument. Aus KINO – German Film No:38 (1990) zitiere ich einige Sätze von Ronald Holloway zu Die Architekten:

    One is fascinated more by the background, however, than the story itself. Produced in the months immediately preceding the November revolution, the focus of interest is perforce more on the climate of the times than it is on the frustrations of designing an original living-shopping-arts complex in a community not far from Berlin. Unfortunately, little opportunity was available to update the film to the ever evolving present. All the same, several scenes are of historical interest.

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    Dominik Graf’s “Die Geliebten Schwestern”

    By Dorothea Holloway | August 7, 2014

    Beim Rückblick auf die Berlinale 2014, geht mir natürlich nicht von Richard Linklater Boyhood aus dem Sinn, jedoch dann kommt gleich von Dominik Graf Die Geliebten Schwestern mit drei wunderbaren Schauspielern und der “flirrenden” Kamera von Michael Wiesweg.

    Die beiden jungen, bezaubernden Schwestern aus dem verarmten Adel von Lengefeld sind Henriette
    Confurius als Charlotte von Lenefeld und Hannah Herzsprung als Caroline von Lengefeld. Die Schwestern sind einander herzlich zugetan, sie teilen alles, auch den faszinierenden Dichter Friedrich Schiller. Es beginnt als “Liebesbriefgeschichte” – ein einmaliger “Sommer in Rudolstadt”. Welch glückliches Gespür hatte Dominik Graf mit der Besetzung seiner Hauptrollen!

    Reizender, natürlicher und “altmodischer” hätten die Lengefeld-Schwestern nicht sein dürfen. Caroline wird mit jungen Jahren an einen wohlhabenden Herrn verheiratet; Februar 1790 ist die Trauung Friedrich Schiller und Charlotte von Lengefeld.

    Für Friedrich Schiller in dieser Dreierkonstellation – “Liebe zu dritt: Zwei Frauen und ein Mann” – kann ich mir keinen trefflicheren Darsteller vorstellen als Florian Stetter; er ist nicht auftrumpfend, zurückhaltend, männlich. Bei der Berlinale 2014 war Stetter auch noch als junger Priester in Kreuzweg von Anna und Diterich Brüggemann dabei. Die Geschwister Brüggemann erhielten einen Silbernen Bären für das Drehbuch von Kreuzweg.

    Für sein famoses Ensemble hätte ich Dominik Graf dem “Schillerfilm” auch einen Bären der Berlinale verliehen. Ronald Holloway schätzte die Arbeiten von Dominik Graf, der nicht zum ersten Mal zur Berlinale eingeladen war, u. a. mit Tiger, Löwe, Panther.

    Hier einige Sätze von Ron aus KINO – German Film No:36 aus dem Jahre 1990:

    Dominik Graf’s Tiger, Löwe, Panther, originally produced as an ARD (First German Television) telefeature, impressed its backers at Bavaria Film enough to opt for a cinema release as well. Then, upon being screened in the German Series section at the Berlinale last February, it caught fire with the public and critics and has since developed into a genuine cult film for and about the casual Munich leisure scene. It’s a scene that Graf apparently knows like the back of his hand.

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    Harun Farocki

    By Dorothea Holloway | August 1, 2014

    Harun Farocki starb am 30. Juli 2014 im Alter von 70 Jahren. KINO – German Film No. 33 und No. 37 haben wir über ihn berichtet:

    Bilder der Welt und Inschrift des Krieges by Harun Farocki (Images of the World and Inscription of War) was programmed at the Edinburgh festival and in the German Series at the Berlinale. Farocki’s films always force the viewer to reflect on what he sees. Prod/Dir/Script of the film essay with documentary elements was made by Harun Farocki, Camera: Ingo Kratisch, more in KINO N0: 33 (1989).

    Also with Ingo Kratisch on Camera Harun Farocki (Prod/Dir/Script) made the documentary Leben/BRD (Life/FRG, 1990). For the packed 90 minutes, this “German training session”, Farocki’s Leben/BRD, comes across as all too short-winded and thoroughly entertaining – “Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung”. In other words, Germans dearly love to rehearse, to train, and they’re never happier than when they’re playing “Lehrmeister”! More in KINO No: 37, (1990).

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    Liebe auf Bewährung

    By Dorothea Holloway | August 1, 2014

    Am 29. Juli nachmittags habe ich ganz durch Zufall im Hessischen Fernsehen von Bernd Böhlich (Buch und Regie) Liebe auf Bewährung gesehen. Es war eine freudige Entdeckung!

    Natürlich schätze ich Sturmzeit – eine “Sternstunde” des Fernsehens (KINO – German Film No. 105, 2013) von Böhlich und ebenso seinen Der Verleger - beides Ziegler Film Produktionen. Liebe auf Bewährung jedoch war eine schöne Überraschung. Vor allem von beiden Hauptdarstellern bin ich restlos begeistert. Thekla Carola Wied kümmert sich u eine Bibliothek in einer Haftanstalt, wo Helmut Griem eine Strafe absitzt. Ich glaube, es war Griems letzte Rolle. An der Kamera war der Könner Eberhard Geick, Produzenten Regina Ziegler und Wolfgang Hantke.

    Am Mittwoch, den 30. Juli habe ich um 22:55 dann im Bayerischen Fernsehen Fabian mit dem fabelhaften Hans-Peter Hallwachs geschaut (wir waren zusammen am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg). Wolf Gremms Fabian (1980) ist eine gelungene Literaturverfilmung des gleichnamigen Erich-Kästner-Romans – produziert von Regina Ziegler.

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    On the Cover – »Boyhood« by Linklater

    By Dorothea Holloway | July 29, 2014

    Sight and Sound – The international Film Magazine (London) has on its cover (August 2014, Volume 24, Issue 8) a picture of the main character plus text: Growing up on Camera: Richard Linklater’s Boyhood.

    On page 7 of Sight and Sound: LISTOMANIA: Films about Boyhood. As Richard Linklater’s Boyhood hits UK cinema, we pick ten other clsssic films charting the trials of growing up through young male eyes. And 10 titles follow. And a wonderful interview by Ryan Gilbey with Richard Linklater.

    I am so proud, that I said Boyhood is the best film of the year – in the name of Ron.

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