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  • Wir sind die Neuen

    By Doreen Butze | August 19, 2014

    Eddi (Heiner Lauterbach), Johannes (Michael Wittenborn) und Anne (Gisela Schneeberger) grüssen die neuen Nachbarn, courtesy X Verleih

    Eddi (Heiner Lauterbach), Johannes (Michael Wittenborn) und Anne (Gisela Schneeberger) grüssen die neuen Nachbarn, courtesy X Verleih

    Seit 17. Juli 2014 läuft der von X Verleih vertriebene Film Wir sind die Neuen erfolgreich in den deutschen Kinos.

    In Ralf Westhoffs drittem Langfilm (Nach Shoppen und Der letzte schöne Herbsttag) dreht sich alles um den Kleinkrieg der Generationen, der in einem Münchner Mietshaus ausgebrochen ist. Wer feierwütige Studenten und gesetzte ältere Damen und Herren erwartet, wird hier überrascht. Denn Westhoff dreht den Spieß einfach um und spielt die ländläufigen gesellschaftlichen Vorurteile geschickt gegeneinander aus. Das dies außerdem noch ungemein locker und sehr unterhaltsam daher kommt, ist den gut aufgelegten Schauspielern, allen voran Giesela Schneeberger (bekannt aus zahlreichen Gerhard Polt Filmen) sowie den hervorragend geschriebenen und pointierten Dialogen zu verdanken.

    München ist ein teures Pflaster. Dies muss sich auch Anne (Giesela Schneeberger) eingestehen. Die ehemalige Biologin kann die Miete für ihre Wohnung nicht mehr aufbringen und so nimmt sie Kontakt zu ihren ehemaligen Mitkommilitonen, dem schüchternen Juristen Johannes (Michael Wittenborn) und dem schon etwas welken Womanizer Eddie (Heiner Lauerbach) auf, um mit ihnen wieder eine WG zu gründen, so wie früher zu ihren wilden Zeiten in den 70ern. Eine Wohnung ist bald gefunden, doch drei eifrige und übermotivierte Studenten Katharina (Claudia Eisinger), Barbara (Karoline Schuch) und Thorsten (Patrick Güldenberg) machen ihnen das Leben schwer.

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    Die Architekten

    By Dorothea Holloway | August 15, 2014

    Auf der Freilichtbühne Weißensee lief dieser Tage Peter Kahanes Die Architekten (DDR 1990, DEFA Studio für Spielfilme).

    Zusammen mit Thomas Knauf schrieb Kahane auch das Drehbuch für diesen großartigen Film. Ein sehenswertes Zeitdokument. Aus KINO – German Film No:38 (1990) zitiere ich einige Sätze von Ronald Holloway zu Die Architekten:

    One is fascinated more by the background, however, than the story itself. Produced in the months immediately preceding the November revolution, the focus of interest is perforce more on the climate of the times than it is on the frustrations of designing an original living-shopping-arts complex in a community not far from Berlin. Unfortunately, little opportunity was available to update the film to the ever evolving present. All the same, several scenes are of historical interest.

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    Dominik Graf’s “Die Geliebten Schwestern”

    By Dorothea Holloway | August 7, 2014

    Beim Rückblick auf die Berlinale 2014, geht mir natürlich nicht von Richard Linklater Boyhood aus dem Sinn, jedoch dann kommt gleich von Dominik Graf Die Geliebten Schwestern mit drei wunderbaren Schauspielern und der “flirrenden” Kamera von Michael Wiesweg.

    Die beiden jungen, bezaubernden Schwestern aus dem verarmten Adel von Lengefeld sind Henriette
    Confurius als Charlotte von Lenefeld und Hannah Herzsprung als Caroline von Lengefeld. Die Schwestern sind einander herzlich zugetan, sie teilen alles, auch den faszinierenden Dichter Friedrich Schiller. Es beginnt als “Liebesbriefgeschichte” – ein einmaliger “Sommer in Rudolstadt”. Welch glückliches Gespür hatte Dominik Graf mit der Besetzung seiner Hauptrollen!

    Reizender, natürlicher und “altmodischer” hätten die Lengefeld-Schwestern nicht sein dürfen. Caroline wird mit jungen Jahren an einen wohlhabenden Herrn verheiratet; Februar 1790 ist die Trauung Friedrich Schiller und Charlotte von Lengefeld.

    Für Friedrich Schiller in dieser Dreierkonstellation – “Liebe zu dritt: Zwei Frauen und ein Mann” – kann ich mir keinen trefflicheren Darsteller vorstellen als Florian Stetter; er ist nicht auftrumpfend, zurückhaltend, männlich. Bei der Berlinale 2014 war Stetter auch noch als junger Priester in Kreuzweg von Anna und Diterich Brüggemann dabei. Die Geschwister Brüggemann erhielten einen Silbernen Bären für das Drehbuch von Kreuzweg.

    Für sein famoses Ensemble hätte ich Dominik Graf dem “Schillerfilm” auch einen Bären der Berlinale verliehen. Ronald Holloway schätzte die Arbeiten von Dominik Graf, der nicht zum ersten Mal zur Berlinale eingeladen war, u. a. mit Tiger, Löwe, Panther.

    Hier einige Sätze von Ron aus KINO – German Film No:36 aus dem Jahre 1990:

    Dominik Graf’s Tiger, Löwe, Panther, originally produced as an ARD (First German Television) telefeature, impressed its backers at Bavaria Film enough to opt for a cinema release as well. Then, upon being screened in the German Series section at the Berlinale last February, it caught fire with the public and critics and has since developed into a genuine cult film for and about the casual Munich leisure scene. It’s a scene that Graf apparently knows like the back of his hand.

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    Harun Farocki

    By Dorothea Holloway | August 1, 2014

    Harun Farocki starb am 30. Juli 2014 im Alter von 70 Jahren. KINO – German Film No. 33 und No. 37 haben wir über ihn berichtet:

    Bilder der Welt und Inschrift des Krieges by Harun Farocki (Images of the World and Inscription of War) was programmed at the Edinburgh festival and in the German Series at the Berlinale. Farocki’s films always force the viewer to reflect on what he sees. Prod/Dir/Script of the film essay with documentary elements was made by Harun Farocki, Camera: Ingo Kratisch, more in KINO N0: 33 (1989).

    Also with Ingo Kratisch on Camera Harun Farocki (Prod/Dir/Script) made the documentary Leben/BRD (Life/FRG, 1990). For the packed 90 minutes, this “German training session”, Farocki’s Leben/BRD, comes across as all too short-winded and thoroughly entertaining – “Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung”. In other words, Germans dearly love to rehearse, to train, and they’re never happier than when they’re playing “Lehrmeister”! More in KINO No: 37, (1990).

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    Liebe auf Bewährung

    By Dorothea Holloway | August 1, 2014

    Am 29. Juli nachmittags habe ich ganz durch Zufall im Hessischen Fernsehen von Bernd Böhlich (Buch und Regie) Liebe auf Bewährung gesehen. Es war eine freudige Entdeckung!

    Natürlich schätze ich Sturmzeit – eine “Sternstunde” des Fernsehens (KINO – German Film No. 105, 2013) von Böhlich und ebenso seinen Der Verleger - beides Ziegler Film Produktionen. Liebe auf Bewährung jedoch war eine schöne Überraschung. Vor allem von beiden Hauptdarstellern bin ich restlos begeistert. Thekla Carola Wied kümmert sich u eine Bibliothek in einer Haftanstalt, wo Helmut Griem eine Strafe absitzt. Ich glaube, es war Griems letzte Rolle. An der Kamera war der Könner Eberhard Geick, Produzenten Regina Ziegler und Wolfgang Hantke.

    Am Mittwoch, den 30. Juli habe ich um 22:55 dann im Bayerischen Fernsehen Fabian mit dem fabelhaften Hans-Peter Hallwachs geschaut (wir waren zusammen am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg). Wolf Gremms Fabian (1980) ist eine gelungene Literaturverfilmung des gleichnamigen Erich-Kästner-Romans – produziert von Regina Ziegler.

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    On the Cover – »Boyhood« by Linklater

    By Dorothea Holloway | July 29, 2014

    Sight and Sound – The international Film Magazine (London) has on its cover (August 2014, Volume 24, Issue 8) a picture of the main character plus text: Growing up on Camera: Richard Linklater’s Boyhood.

    On page 7 of Sight and Sound: LISTOMANIA: Films about Boyhood. As Richard Linklater’s Boyhood hits UK cinema, we pick ten other clsssic films charting the trials of growing up through young male eyes. And 10 titles follow. And a wonderful interview by Ryan Gilbey with Richard Linklater.

    I am so proud, that I said Boyhood is the best film of the year – in the name of Ron.

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    Regiemeister Roman Polanski

    By Dorothea Holloway | July 25, 2014

    Zu den besten europäischen Filmemachern gehört Roman Polanski; seine Filme habe ich fast alle nicht nur einmal gesehen. Um so erstaunlicher, dass ich sein Der Gott des Gemetzels (F/D/PL/E 2011) erst am 21. Juli 2014 bewundern konnte, als das Drama in der ARD gezeigt wurde.

    Nach dem gleichnamigen Theaterstück von Yasmina Reza brachte Roman Polanski die schwarze Komödie Der Gott des Gemetzels auf die Leinwand. Zwei Ehepaare, die sich zu Anfang nicht kennen, – Jodie Foster, John C. Reilly, Christoph Waltz und Kate Winslet – liefern sich einen bitter bösen Schlagabtausch.

    In O. is for Oberhausen – Weg zum Nachbarn (1979) schreibt Ronald Holloway:

    POLANSKI, ROMAN. Poland/France. Born 1933 in Paris. His metier is the moral parable – the bizarre, surreal, grotesque, absurd theme suitable to the genre of the short feature. Beginning as an actor in film and theatre, Roman Polanski appeared in Andrzej Wajda’s Generation (1954) and then scored an international hit with Two Men and a Wardrobe (1958); it appeared at the same time as the heralded “black series” in Polish documentary and the Lenica-Borowczyk experimental films. Like many Polish filmmakers, Jan Lenica in particular, Polanski shares a respect for Beckett and recognizes the humorous side of the absurd and the surreal in his curious treatises on human behavior. The shorts reveal a narrow world of repression without pity and paved the way for his psychological, Hitchcockian thrillers upon leaving Poland. Other parables: When Angels Fall (1959) and Mammals (1963) in Poland, followed by a similar study of pent-up emotions and sexual tensions among a trio on a holiday boat in the feature Knife in the Water (1962), and then the short The Fat and the Lean (1963) in France.

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    »Sommer vorm Balkon« (2005) von Andreas Dresen

    By Dorothea Holloway | July 21, 2014

    Diese Tragikomödie von Dresen ist wirklich ein unterhaltsames Meisterwerk, das ich mir am 16. Juli, als es im RBB lief, nochmals mit Vergnügen angeschaut habe.

    In KINO – German Film No: 85 (2006) schrieb Ron Holloway:

    The signature of screenwriter Wolfgang Kohlhaase is written all over Andreas Dresen’s Sommer vorm Balkon (Summer in Berlin – read »Summer before the Balkony« in German). Awarded Best Screenplay at San Sebastian for this film, Wolfgang Kohlhaase continues to make film history as the best chronicler of East Berlin on record. Two DEFA classics penned by him come immediately to mind: Gerhard Klein’s Berlin – Ecke Schönhauser (Berlin-Corner Schönhauser) (1957) and Konrad Wolf’s Solo Sunny (1980), the latter so much a Kohlhaas film that Wolf offered him a co-director credit. In both films, as well as in Summer in Berlin, a shot of Schönhauser Allee in this corner of Berlin – Prenzlauer Berg appears as a kind of road marker, a guide to the cinematic odyssey of a Berlin screenwriter. […] Andreas Dresen’s Summer in Berlin, set on Helmholzplatz in Prenzlauer Berg just around the corner from Schönhauser. Katrin (Inka Friedrich) and Nike (Nadja Uhl) live in the same Altbau. […] Nike on the fifth floor with a balcony - where they often spend a summer evening talking about life and dreams until the sun comes up. […] Then the truckdriver Ronald (Andreas Schmidt) comes along […] Andreas Dresen’s Sommer vorm Balkon is the box office hit of the new season.

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    “Boyhood” – Buch und Regie von Richard Linklater

    By Dorothea Holloway | July 17, 2014

    Bereits während der Berlinale war Boyhood der Lieblingsfilm; für mich ist es der beste Film des Jahres. Das magische Meisterwerk ist zur Zeit in Berlin in mehr als einem Dutzend Kinos zu sehen, also reingehen!

    Wir erleben das Vergehen der Zeit in 2 Stunden 44 Minuten, faszinierend. Linklater erzählt von Mason und seiner Familie, die in Texas leben; Mason kommt gerade zur Schule (2003). Zwölf Jahre
    hat Richard Linklater an dem Film gearbeitet. Jedes Jahr hat er für einen Monat mit den von Beginn an ausgewählten Darstellern gedreht, bis Mason ins Kollege kommt (2013). Einmalig. Es gibt keine Zwischentexte, keine “hilfreichen” Erklärungen, die gibt es im Leben nämlich auch nicht.

    Hätte Ron doch Boyhood erleben können. Er hat nämlich Die Kinder von Golzow von Barbara und Winfried Junge so geliebt, ein Wunderwerk, das in der DDR 1961 begann und 2007 endete.

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    “Bravo, Teehaus Berlin!”

    By Dorothea Holloway | July 16, 2014

    Nicht genug zu loben ist der “Konzertsommer Berlin” im Tiergarten. Von Juli bis August gibt es jeweils am Sonntag zwei Konzerte (um 16 und 19 Uhr) im Teehaus im Englischen Garten und um das Teehaus herum!

    Und das eben ist das Faszinierende: “Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein”! Nicht nur an Tischen und auf Bänken sitzen die Lauschenden mit Kind und Kegel, sondern lagern auf Decken und genießen die fabelhaft musizierenden Bands. Applaus! Applaus!

    Am 13. Juli gab es Salsa-Rhythmen von Mi Solar, die die begeisterten Zuhörer mit kubanischem Feeling beglückten. Vielen Dank, liebes Teehaus-Team. Mit U9 am Hansaplatz und Buslinien 100, 106, 187 ist das Teehaus am Englischen Garten zu erreichen.

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